Auch nach der Demonstration des Bündnis Rabatz im vergangenen Jahr haben sich die untragbaren Zustände in Bad Reichenhall wenig verändert. Deshalb wird es am Samstag den 19.05.2012 unter dem Motto „Wo die Zeit Urlaub macht – Für die Entnazifizierung und Entmilitarisierung Bad Reichenhalls“ auch in diesem Jahr ein antifaschistische Demonstration in Bad Reichenhall geben. Hierfür wird es auch einen Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise aus München geben:
Bad Reichenhaller Zustände und antifaschistische Interventionen
„…es hat sich wenig verändert. Noch immer ist Bad Reichenhall ein Musterbeispiel für die widerliche, geschichtsrevisionistische, militaristische Gedenkpolitik in der oberbayerischen Provinz. Die örtliche Kaserne ist weiterhin nach dem „Schlächter von der Krim“, dem Nazigeneral Konrad benannt und mit der „Kretabrücke“ und der „Kretagedenkfeier“ wird immer noch der deutsche Angriffskrieg auf Kreta glorifiziert. Kein Wunder also, dass sich Neonazis hier besonders wohl fühlen und fast ungestört agieren können…“
mehr Informationen zum Thema und zur antifaschistischen Demonstration in Bad Reichenhall am 19. Mai: badreichenhall.tk
Außerdem wie immer Antifa-News und kalte Getränke. In der Küche zaubert das Kulinariat. Nach dem Vortrag gibt’s ein Getränke-Special. Offen ab 20 Uhr, der Vortrag beginnt ca. um 21 Uhr.
Am Mittwoch, dem 25. April 2012 wollen Neonazis in der Münchner Innenstadt eine Mahnwache in Erinnerung an den ehemaligen Wehrmachtssoldat und Altnazi Reinhold Elstner durchführen. Laut aida-Archiv soll die neonazistische Mahnwache um 19.30 Uhr am Richard-Strauß-Brunnen (in der Fußgängerzone zwischen Stachus und Marienplatz) stattfinden.
Das Antifa Stadtplenum München feiert am 8. Mai den Tag der Befreiung und wir feiern mit. Hierzu dokumentieren wir den Aufruf des Bündnis:
8. Mai. Tag der Befreiung
Am 8. Mai feiern wir das Ende des Nazi-Regimes. An diesem Tag danken wir allen, die für die Befreiung vom deutschen Faschismus gekämpft haben und gedenken aller, die unterdrückt, eingesperrt und ermordet wurden. Der 8. Mai 1945 bedeutete für viele tausend Menschen in den Gefängnissen und Konzentrationslagern die Rettung vor der sicheren Vernichtung. Für viele Millionen Menschen kam der 8. Mai 1945 zu spät, sie waren bereits ermordet worden. Selbst in den letzten Kriegswochen noch wurden alle verfügbaren Ressourcen mobilisiert, um die Vernichtungsmaschinerie am Laufen zu halten.
Mit dem Ende des Krieges waren jedoch die gesellschaftlichen Bedingungen des deutschen Faschismus nicht beseitigt. Im Zuge der Wiederherstellung der alten Macht- und Eigentumsverhältnisse und der Wiederaufrüstung in der Bundesrepublik wurden Nazi- und Kriegsverbrecher in allen Bereichen der Gesellschaft rehabilitiert und konnten auch wieder in höchste Staats- und Verwaltungsämter zurückkehren. Auch diejenigen Ideologien, die die Grundlage der Weltanschauung der Nazis bilden, wie Antisemitismus, Rassismus, Sexismus, Militarismus und Antikommunismus sind 67 Jahre nach der Befreiung gesellschaftliche Realität.
In den letzten zehn Jahren ermordete die neonazistische Terrorgruppe NSU mindestens 10 Menschen – darunter 9 aufgrund ihres migrantischen Hintergrunds – und verletzte weitere bei Bombenanschlägen. In München wurden 2001 der Gemüsehändler Habil Kilic und 2005 der Handwerker Theodoros Boulgarides erschossen. Der Staat – Polizei und Geheimdienste – hat diese rassistische Killertruppe nicht verfolgt, sondern gedeckt!
Seit Jahren werden die Nazi-Szene, NPD und Kameradschaften vom Staat finanziert, durch Wahlkampfkostenerstattung und Gehälter für Spitzel. Einen rassistischen Hintergrund der Mordserie hat die Polizei immer geleugnet, sprach von „Dönermorden“, stempelte die Opfer zu Kriminellen ab und gab ihnen damit mitschuld an ihren eigenen Tod.
Mit dem Wissen, dass wir den Kampf gegen Faschismus und Rassismus in die eigene Hand nehmen müssen, feiern wir am 8. Mai den Tag der Befreiung. Wer nicht feiert, hat verloren!
Kommt zur antifaschistischen Demonstration am Dienstag 8. Mai um 18:30 Uhr, tanzt und feiert mit uns den Tag der Befreiung.
Auch nach der Demonstration des Bündnis Rabatz im vergangenen Jahr haben sich die untragbaren Zustände in Bad Reichenhall wenig verändert. Deshalb wird es am Samstag den 19.05.2012 unter dem Motto „Wo die Zeit Urlaub macht – Für die Entnazifizierung und Entmilitarisierung Bad Reichenhalls“ auch in diesem Jahr ein antifaschistische Demonstration in Bad Reichenhall geben. Hier der diesjährige Aufruf des Bündnis Rabatz zur Demonstration:
Wo die Zeit Urlaub macht
Für die Entnazifizierung und Entmilitarisierung Bad Reichenhalls
Mit einer antifaschistischen Demonstration haben wir im vergangenen Jahr die untragbaren Zustände in Bad Reichenhall thematisiert. Aber es hat sich wenig verändert. Noch immer ist Bad Reichenhall ein Musterbeispiel für die widerliche, geschichtsrevisionistische, militaristische Gedenkpolitik in der oberbayerischen Provinz. Die örtliche Kaserne ist weiterhin nach dem „Schlächter von der Krim“, dem Nazigeneral Konrad1 benannt und mit der „Kretabrücke“ und der „Kretagedenkfeier“2 wird immer noch der deutsche Angriffskrieg auf Kreta glorifiziert. Kein Wunder also, dass sich Neonazis hier besonders wohl fühlen und fast ungestört agieren können. Wir meinen, es darf keine „homezone“ für Neonazis geben und fordern weiterhin die Entnazifizierung und Entmilitarisierung Bad Reichenhalls. Deshalb organisieren wir für Samstag, den 19. Mai 2012 – kurz vor dem Jahrestag des Angriffs der deutschen Wehrmacht auf Kreta – erneut eine Demonstration in Bad Reichenhall.
Am Mittwoch, dem 25. April 2012 wollen Neonazis in der Münchner Innenstadt eine Mahnwache in Erinnerung an den ehemaligen Wehrmachtssoldat und Altnazi Reinhold Elstner durchführen. Elstner hatte sich 1995 vor der Feldherrnhalle in Brand gesetzt und ein geschichtsrevisionistisches Schreiben hinterlassen. Seit vielen Jahren nimmt die Münchner Neonaziszene seinen Todestag zum Anlass, mit Mahnwachen und Kundgebungen ihre geschichtsrevisionistische, rassistische und antisemitische Propaganda in die Öffentlichkeit zu tragen. Die Inszenierung des Altnazis und Wehrmachtssoldaten als „armes Opfer“ dient ihnen dazu, die wirklichen Opfer des Nationalsozialismus, die eingesperrten, gefolterten und ermordeten Jüd_innen, Romni_ja, Sinti_za, Homosexuellen, Transgender, „Behinderten“, politische Gegner_innen und viele anderen mehr, zu verhöhnen.
Das lassen wir nicht zu: Für ein würdiges Gedenken und Erinnern an die Opfer und keine Träne für die Täter_innen!
Zeigen wir den Nazis gemeinsam, dass sie weder in München, noch sonst irgendwo etwas verloren haben! Kommt am Abend des 25. April 2012 zum Stachus in München. Machen wir gemeinsam die Nazimahnwache zum Debakel!
Satirische Lesung mit Thomas Ebermann und Rainer Trampert 20 Jahre großes Deutschland
Fast genauso lange sind Rainer Trampert und Thomas Ebermann nun schon mit ihrer satirischen Lesung auf der Bühne. Die beiden werden einen Querschnitt aus der Sammlung ihrer Stücke bieten, die zu dem Thema „Über 20 Jahren deutsche Einheit“ passen. Ein Programm voller Überraschungen, bei dem es je nach Laune um deutsche Flaggenparaden auf Fußballfesten, die Leitkultur am Beispiel einer Wagner-Oper, die Ehrung eines berühmten Fußballspielers, saubere Häuserwände, die Rückkehr der Hirnforschung zur Schädelmessung, den erbbiologischen Optimismus, neue Elite-Unis, eine Nachbetrachtung zum deutschen Herbst, deutsche Märchen, einen deutschen Troubadour oder um etwas anderes aus dem reichhaltigen Programm gehen wird.
Nach der Kritik „haben Trampert und Ebermann brillanten, an Marx geschulten Humor“, bei dem auch noch „vor jeder Pointe eine ernsthafte Analyse steht“ (taz). Mancherorts hatten sie „einem Teil des Publikums derart zugesetzt, dass ihnen schon zur Pause der Kopf rauchte“ (Mopo). „Was das Duo präsentiert, hat den Charakter einer dialogischen Lesung, bei der die Sätze und Satzteile ineinander greifen – eine wirkungsvolle und unbestechliche Montagetechnik.“ Nur „die Frage, wie Deutschland den Sprung in die Zukunft schafft, blieb eher offen“, kritisierte die Rheinische Post. Das ist wieder zu befürchten, weil Trampert und Ebermann den Vorsatz pflegen, dem Zeitgeist die Arglosigkeit zu nehmen, ohne sich das Denken durch politischen Pragmatismus verkleistern zu lassen.
Danach:
Party mit [D]DR Dre und Einheizkanzler Helmut Cool (House/Techno)
Außerdem dabei: Ein großes Kuchen -und Sekt-Buffet und Getränkespecials. Ansonsten wie immer Antifa-News und kalte Getränke. In der Küche und Backstube zaubert das Kulinariat.
Freitag, 30.03.2012, 17:30 Uhr
Flughafen München, MAC-Forum (Bereich zwischen den Terminals)
zeitgleich Demonstrationen in den Flughäfen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und Hamburg
Fast 7200 Flüchtlinge wurden 2011 aus Deutschland in ihre (vermeintlichen) Herkunftsstaaten abgeschoben. Zusätzlich wurden aber auch rund 2900 Abschiebungen innerhalb Europas durchgeführt – so wurden beispielsweise Bürgerkriegsflüchtlinge aus Somalia nach Italien, oder afghanische Flüchtlinge nach Ungarn abgeschoben.
Auf einem internationalen Treffen linker Gruppen und Basisgewerkschaften aus Griechenland, Deutschland, Spanien, Polen und Österreich Anfang Dezember in Frankfurt a. M. wurde beschlossen: Für den 31. März wird unter dem Motto „M31 – European Day of Action against Capitalism“ zu einem europaweiten Aktionstag gegen die autoritäre Krisenpolitik der Troika aus EU-Kommision, IWF und EZB aufgerufen.
[mehr Infos gibt es hier]
Zugtreffpunkt München: Samstag, 31.03.2012, 8.30 Uhr, Hauptbahnhof, Große Anzeigetafel